EuropaNews April 2014

EuropaNews April 2014

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Genossinnen und Genossen,

in diesem Jahr gedenkt Europa und die ganze Welt den Schrecken des Ersten Weltkriegs, der vor 100 Jahren den Kontinent verwüstete. Diese „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ wirft ihre Schatten auf die ihr nachfolgenden Ereignisse: die Weltwirtschaftskrise, die Machtergreifung der Nationalsozialisten und die Teilung Europas in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wir können den Aussöhnungsprozess, der in der Gründung der Europäischen Union seinen bisherigen Höhepunkt fand, nur vor diesem Hintergrund angemessen bewerten. Er stellt eine zivilisatorische Leistung der Völker Europas dar, die nicht hoch genug gewürdigt werden kann.

Deshalb gilt es heute mehr denn je, dem Erstarken eines euroskeptischen Populismus entgegenzuwirken. Dem kurzsichtigen Propagieren nationaler Interessen müssen wir mit einer Idee Europas entgegentreten, die Frieden, Freiheit und faire soziale Teilhabe für alle verheißt. Nur so können wir dem historischen Erbe und den Opfern des Ersten Weltkriegs heute gerecht werden.

Auch vor diesem Hintergrund gewinnt die Europawahl an besonderer Bedeutung. Mit dem Ende der letzten Plenartagung vor der Europawahl am 25. Mai beginnt die heiße Wahlkampfphase. In gut fünf Wochen wird gewählt. Bis dahin werben wir intensiv für eine hohe Wahlbeteiligung und neue Mehrheiten im Europäischen Parlament. Dabei sind alle Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Hessen gefragt. Nur gemeinsam wird es uns gelingen, die konservativ-liberale Mehrheit im Europäischen Parlament zu beenden. Denn es geht um eine Richtungsentscheidung für unseren Kontinent. Der Kompass der SPD zeigt dabei klar in eine Richtung: Wir wollen Europa erneuern. Mehr Demokratie und soziale Gerechtigkeit müssen endlich zur Meßlatte unserer Politik werden. Mit Martin Schulz als unserem europäischen Spitzenkandidaten kämpfen wir für einen Neustart an der Spitze der EU-Kommission.

Zusammen mit den motivierten Kandidatinnen und Kandidaten der hessischen SPD zähle ich auf Eure Unterstützung. Das sind Bernd Pfau (UB Odenwald), Hildegard Klär (Hochtaunus), Enrico Schäfer (Kassel-Land), Markus Adameck (Offenbach-Land), Thilo Kootz (Schwalm-Eder), Matthias Körner (Gießen), Karina Fissmann (Werra-Meißner) und neben mir auf den aussichtsreichsten Plätzen Martina Werner aus Niestetal (Kassel-Stadt), Sylvia Kunze aus Frankfurt und Santi Umberti aus Darmstadt. Wir kämpfen engagiert für den Politikwechsel in Brüssel.

Auch in ihrem Namen, darf ich Euch herzlich um Unterstützung und Mithilfe bitten. Denn ein starkes, gerechtes und soziales Europa, das den Frieden sichert und das Zusammenleben der Menschen fördert, wird es nur mit einer starken europäischen Sozialdemokratie geben.

Mit solidarischen Grüßen

Udo Bullmann