Krisenmanagement ist Kampf um Arbeitsplätze

Internationale Arbeitsorganisation fordert Abkehr von Austeritätspolitik

In einer am heutigen Mittwoch publizierten Studie hat die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) vor dem massiven Verlust von Arbeitsplätzen als Konsequenz der Sparmaßnahmen gewarnt. So könnten innerhalb der nächsten vier Jahre weitere 4,5 Millionen Arbeitsplätze verlorengehen. In ihrer Studie beziffert die ILO zudem die Folgen eines Auseinanderbrechens der Eurozone auf 17 Prozent Arbeitslosigkeit im Jahr 2014.

Der Vorsitzende der SPD-Abgeordneten im Europaparlament Dr. Udo Bullmann erklärte zur Publikation: “Nach der OECD fordert nun die nächste große internationale Organisation ein klares Ende der einseitigen Sparpolitik in Europa. Die Staats- und Regierungschefs müssen diese Schreckensszenarien für den europäischen Arbeitsmarkt endlich ernst nehmen. Das Krisenmanagement in der Eurozone ist längst ein Kampf um Arbeitsplätze.”

Die ILO schätzt insbesondere die Arbeitsplätze junger Menschen in der Eurozone als besonders gefährdet ein. Udo Bullmann dazu: “Die Tatenlosigkeit und Ignoranz der Regierungen der Eurostaaten, wenn es um Wachstumsimpulse geht, riskiert die Zukunftschancen auf Sicherheit und Wohlstand einer ganzen Generation. Die sozialdemokratische Fraktion im Europäischen Parlament wird sich weiter aktiv für eine kluge Wachstumspolitik im Kampf gegen eine Krise einsetzen, die am Ende die europäische Demokratie gefährden kann.”