Finanztransaktionssteuer schafft Wachstum

Neue Studie belegt positive Auswirkungen auf wirtschaftliche Entwicklung

“Eine EU-Finanztransaktionssteuer ist nicht nur in der Lage, die Staatsverschuldung zu reduzieren. Sie steigert die europäische Wirtschaftsleistung um mindestens 0,25 Prozent, indem sie riskante Geschäftspraktiken reduziert und mehr Stabilität in die Märkte bringt”, sagte der Vorsitzende der SPD-Europaabgeordneten Dr. Udo Bullmann mit Blick auf eine heute veröffentlichte Studie zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Stephanie Griffith-Jones, Professorin der renommierten Columbia University in New York, und Avinash Persaud, Vorsitzender einer britischen Investmentbank, bezogen in der am Montag im Europäischen Parlament in Brüssel vorgestellten Studie erstmalig Faktoren wie die Verringerung des systemischen Risikos und stabilisierende Effekte auf die Realwirtschaft mit ein. Die Folgenabschätzung kommt zu dem Schluss, dass eine Finanzsteuer die europäische Wirtschaftsleistung um mindestens 0,25 Prozent steigern würde.

“Allen Unkenrufen interessierter Branchenkreise zum Trotz: Das Argument, eine Abgabe auf den Finanzsektor schädige die europäische Wirtschaft, ist klar vom Tisch. In Zeiten leerer Haushaltskassen kann sich Europa einen unterbesteuerten Finanzsektor nicht länger leisten. Das Geld wird dringend für Investitionen und für die Schaffung von Arbeitsplätzen benötigt”, so der SPD-Finanzexperte. Die Studie zeigt darüber hinaus auf, dass die Abgabe in erster Linie kurzfristige Spekulationen, darunter den Hochfrequenzhandel und Hedge Fonds, treffe. Versicherungen und Pensionsfonds würden hingegen deutlich geringer belastet.