Hochfrequenzhandel an Börsen wirkungsvoll begrenzen

Sozialdemokratische Fraktion fordert Transaktionssteuer gegen High-Tech-Spekulation

EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier will den Hochfrequenzhandel an Börsen einschränken. Laut einem Kommissionsvorschlag sollen Kurssicherungssysteme in Zukunft extreme Kursschwankungen, die auf Kauf- und Verkaufsanweisungen von Computern zurückgehen, verhindern. Dazu erklärt der SPD-Europaabgeordnete und Fraktionssprecher für Wirtschaft und Währung:

“Die Börsen sind zu Hight-Tech-Spielhallen verkommen. Ohne Bezug zur Realwirtschaft verschieben Computer Abermillionen Euro im Millisekundentakt. Ob Kurse steigen oder fallen ist dabei häufig egal. Die Politik ist deshalb dringend gefordert, den Wertpapierhandel wieder auf den Boden der Realwirtschaft zu holen. Ob die in der Presse diskutierten Vorschläge von Binnenmarktkommissar Barnier dafür ausreichen, ist fraglich. Denn Kurssicherungssysteme begrenzen nur Extremausschläge, nicht aber den Hochfrequenzhandel an sich. Die sozialdemokratische Fraktion setzt sich daher weiterhin für die rasche Einführung einer Steuer auf Finanztransaktionen ein. Sinkende Gewinnmargen sind das beste Rezept gegen High-Tech-Spekulation und für steigende Rentabilität realer Investitionen.”