Klimaschutz geht alle an

Der Klimagipfel in Kopenhagen hat die Umweltproblematik stärker in das Bewusstsein der Menschen gerückt. Wer glaubt, die Folgen der Erderwärmung zeigten sich erst in ferner Zukunft, der irrt. Denn insbesondere Entwicklungsländer und Inselstaaten leiden bereits heute unter steigenden Meeresspiegeln und zunehmender Dürre.

Noch im Jahr 2000 waren die Industrieländer allein für 60 Prozent der weltweiten CO2-Emmissionen verantwortlich. Aufgrund des rasanten Wirtschaftswachstums in den Schwellenländern nahm der Ausstoß von Treibhausgasen jedoch auch in anderen Teilen der Welt deutlich zu. Heute zeichnen China, Russland und Indien gemeinsam mit den USA für mehr als die Hälfte der weltweiten Emissionen verantwortlich. Gemessen am Pro-Kopf-Ausstoß sind die Industriestaaten aber weiterhin die größten Umweltverschmutzer. In der Weltrangliste der Klimasünder steht Deutschland trotz aller Anstrengungen immer noch auf einem unrühmlichen 6. Platz.

Um dies zu ändern, sind wir alle gefragt. Denn der Erfolg internationaler Klimaabkommen hängt auch vom Lebensstil der Menschen ab. Schon jetzt gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die eigene CO2-Bilanz mit einfachen Mitteln zu verbessern. (Klima-)Bewusste Kaufentscheidungen etwa erzielen mit wenig Aufwand enorme Einsparpotentiale. Wer beim Einkauf auf regionale und saisonale Produkte achtet, erhält nicht nur frische und vitaminreiche Ware, sondern vermeidet gleichzeitig auch weite Transportwege. Und bei Bioprodukten verzichten Landwirte nicht nur auf chemische Pestizide, sondern sparen im Vergleich zu konventionellen Anbaumethoden auch bis zu 30 Prozent Energie.

Würden alle Deutschen ihre Standby-Geräte abschalten, ließen sich zwei Großkraftwerke einsparen. Gleichzeitig könnte jeder Haushalt dadurch bis zu 88 Euro im Jahr an Stromkosten sparen. Auch der Wechsel zu Ökostrom hilft, die CO2-Emissionen zu senken. Und selbst in der Weihnachtszeit lässt sich ein Beitrag zum Umweltschutz leisten. Ökologisches Holzspielzeug aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern (zu erkennen am “FSC-Siegel”) macht sich besonders gut unterm heimischen Nadelbaum. In diesem Sinne wünsche ich frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.