"Zukunftskonzept für Opel zügig umsetzen"

Der hessische SPD-Europaabgeordnete Dr. Udo Bullmann begrüßt das am Freitag in Rüsselsheim vorgestellte Zukunftskonzept für den Autobauer Opel. Es sieht vor, die deutsche Traditionsmarke in eine eigenständige europäische Gesellschaft umzuwandeln und sie damit stärker vom US- Mutterkonzern General Motors (GM) zu lösen. “Jetzt kommt es darauf an, dass die öffentliche Hilfe, die Opel dringend benötigt, nicht mit vorgeschobenen Wettbewerbsargumenten von der Europäischen Kommission blockiert wird. Dafür stehen bei Opel zu viele Jobs auf dem Spiel.”

Bullmann weiter: “Die Opel-Beschäftigten in Europa haben in den vergangenen Jahren große Opfer gebracht, um ihr Unternehmen zukunftsfähig zu machen. Durch falsches Management bei GM stehen sie nun erneut vor einem Scherbenhaufen. Es ist nicht akzeptabel, wenn die Belegschaft nun auch dafür noch die Zeche zahlen soll. Eine größere Unabhängigkeit vom Mutterkonzern ist deshalb eine logische Konsequenz.”

Wichtig sei allerdings, dass der Autobauer auch in Zukunft auf die innovativen Technologien zurückgreifen kann, die er für GM entwickelt hat. “Die Qualität und die Produkte bei Opel stimmen, daher gilt es den eingeschlagenen Weg gerade mit Blick auf Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit der Fahrzeuge konsequent fortzusetzen”, betont Bullmann.

Der Sozialdemokrat hoffe, dass nun möglichst schnell ein konkretes Hilfspaket für Opel geschnürt wird. Es könnte sich unter anderem aus staatlichen Krediten, die das Unternehmen später zurückzahlt, und Beteiligungen der Opel Händler, Beschäftigten und weiterer Investoren zusammensetzen.