Gefährliches Spielzeug verlangt Konsequenzen

In den vergangenen Wochen gab es mehrere Rückrufaktionen von in China produzierten Spielwaren. In allen Fällen wurden erhebliche Schadstoffbelastungen festgestellt. Der hessische SPD-Europaabgeordnete und Wirtschaftsexperte Dr. Udo Bullmann geht davon aus, dass dies keine Einzelfälle sind, sondern vielmehr nur die Spitze des Eisbergs. “China ist besonders im Bereich von Billigprodukten zum Weltproduzenten geworden. Gleichzeitig ist das Land jedoch nicht ausreichend in der Lage, nach europäischen Standards zu produzieren. Dies gilt übrigens nicht nur für Spielwaren, sondern auch für andere Bereiche.”

Bullmann fordert deshalb Konsequenzen. Die derzeitigen Verhandlungen mit China (strategische Partnerschaft) sowie mit Korea, Indien und den ASEAN Staaten (bilateral Freihandelsabkommen) bieten seiner Ansicht nach eine gute Möglichkeit dazu. “Es ist notwendig, dass die europäischen Bestimmungen auch bei Importen in vollem Umfang eingehalten werden – ganz gleich woher die Waren kommen. Gleichzeitig muss es aber auch effektive Kontrollen in Europa geben. Nur so lässt sich sicherstellen, dass die für den europäischen Markt produzierten Waren auch den geltenden Qualitäts- und Sicherheitsstandards entsprechen. Darüber hinaus ist es von großer Bedeutung, auch Sozial- und Umweltschutzstandards in den Verhandlungen zu berücksichtigen”, so Bullmann.