Brüsseler Spitzen - Europa Zusammenhalten!

Brüsseler Spitzen - Europa Zusammenhalten!

Fassungslos und schockiert reagierten die Europäer auf den Erfolg der rechtspopulistischen Partei Front National bei französischen Regionalwahlen. Dieses Ergebnis ist alarmierend für ganz Europa.

Rechtspopulistische Stimmen werden in Europa vielerorts lauter und profitieren von Angst und Verunsicherung in der Bevölkerung. Terroranschläge, die Not flüchtender Menschen und soziale Miseren werden genutzt, um Ängste zu schüren und rechtes Gedankengut zu verbreiten. Dabei werden wesentliche Errungenschaften der Europäischen Union wie der Wegfall der Grenzen fälschlicherweise als Ursache der Probleme dargestellt. Doch gerade jetzt brauchen wir gesamteuropäische Lösungen, denn die anstehenden Herausforderungen werden durch Rechtspopulismus nicht einfacher und erst recht nicht gelöst.

Es geht aber nicht an, auf die unsachlichste Art die Schuld an Terroranschlägen und an sozialen Missständen Flüchtlingen in die Schuhe zu schieben. Fluchtursachen lassen sich nicht durch Abschottung und Hilfeverweigerung bekämpfen und Nationalismus hilft nicht gegen Radikalisierung. Vielmehr braucht Europa gemeinsames Handeln und Solidarität unter den Mitgliedsstaaten, konkreter gesagt eine gerechte Verteilung von Schutzsuchenden und – endlich- eine wirkungsvolle Bekämpfung der Ursachen, warum Menschen fliehen.

Auch muss die europäische Staatengemeinschaft sinnvolle Investitionen in Bildung, Ausbildung, Forschung und industrielle Entwicklungen tätigen, damit wir den Menschen wieder Perspektiven geben und gute Arbeitsplätze schaffen. Vor allem die junge Generation darf nicht nur Ausgrenzung und soziale Schieflagen erfahren. Unser Wohlstand basiert auf der gemeinsamen Handels- und Wirtschaftspolitik, die ohne das politische und institutionelle Gefüge der Europäischen Union einfach nicht denkbar wäre. Unsere Werte von Frieden, Freiheit und Demokratie sind genauso europäisch, wie unser Alltag durch Europa geprägt ist. Daher muss die Gemeinschaft gerade jetzt zusammenhalten. Jetzt erst recht!

Überall da, wo Europa nach rechts rückt, müssen die demokratischen Stimmen laut werden und Menschen sich erheben, um gegen Nationalismus einzutreten. Frankreich ist leider kein Einzelfall. Erst vor kurzem haben die Nationalkonservativen in Polen gewonnen, die rechtsgesinnte Regierung in Ungarn betreibt eine schändliche Politik und die AfD in Deutschland erhält immer mehr Zuspruch. Europa ist nicht der Grund für Krisen und Gewalt, Europa ist die Antwort darauf, doch dafür müssen wir Europa zusammenhalten. Kleingeistiger Nationalismus ebnet den Weg in die Katastrophe. Dies hat leider noch nicht jeder bemerkt.

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