Bei Sea-Watch in Italien

Nach der fast zweiwöchigen Blockade der Sea-Watch vor der sizilianischen Küste konnte das Seenotrettungsschiff der deutschen NGO heute im Hafen von Catania anlegen. Udo Bullmann, Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Europäischen Parlament, ist vor Ort und erklärt:

„Wir sind froh, dass die 47 geretteten Menschen nach fast zwei Wochen endlich von Bord der Sea-Watch gehen können. Wir verurteilen die Politik des italienischen Innenministers Matteo Salvini aufs Schärfste. Es kann nicht angehen, dass er aus Seenot gerettete Menschen in Geiselhaft nimmt, um seine rechtspopulistische Kampagne auf ihrem Rücken auszutragen, und sie damit ein zweites Mal zu Opfern macht. Stattdessen sollte sich Salvini an seine sogenannten Freunde, den ungarischen Premier Orbán oder den österreichischen Bundeskanzler Kurz wenden: Sie sind es, die faire Lösungen für die Flüchtlingsfrage blockieren und damit die Verantwortung auf die Mittelmeeranrainerstaaten abschieben.“

„Wir fordern die EU-Innenminister auf, ihr Treffen kommende Woche zu nutzen, um endlich die Vorschläge für eine faire gemeinsame Flüchtlingspolitik und insbesondere die Dublin-Reform, voranzubringen. Seenotrettung muss systematisch erfolgen und kann nicht weiterhin in jedem einzelnen Fall zur wochenlangen Hängepartie werden.“

„Etwaigen Versuchen, die Seenotrettung im Mittelmeer zu kriminalisieren und damit das verbliebene System zu zerstören, werden wir uns entschlossen entgegenstellen. Stattdessen sollte alle Energie darauf gerichtet werden, die Seenotrettung über private Initiativen hinaus zu sichern.”

Mehr im Video mit unseren Genossen der Partito Democratico aus Italien Roberto Rampi und Mauro Del Barba

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