Neue Aufgabe als entwicklungspolitischer Sprecher der europäischen Sozialdemokraten

Nach zahlreichen Jahren im Ausschuss für Wirtschaft und Währung habe ich mich für eine Veränderung entschieden. Mit Beginn der neuen Legislaturperiode bin ich nun Mitglied im Entwicklungsausschuss des Europaparlaments und wurde von meinen Genossinnen und Genossen zum entwicklungspolitischen Koordinator unserer Fraktion gewählt.

Bereits seit einigen Jahren hat mich – wie an dieser Stelle schon häufiger berichtet – das Thema nachhaltige Entwicklung intensiv beschäftigt. Vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Klimakrise, der anhaltend hohen Ungleichheiten innerhalb und zwischen unseren Gesellschaften und eines überholten Wachstumsmodells, das soziale und ökologische Probleme eher verschärft als sie zu lösen, ist ein grundsätzlicher politischer Wandel überfällig. Ich bin überzeugt davon, dass ein Ausweg aus dieser Sackgasse nur gelingen kann, wenn wir es schaffen, ein neues Gesellschaftsmodell der nachhaltigen Entwicklung zu definieren, das wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Fortschritt miteinander vereinbart. Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, die bereits 2015 von allen UN-Mitgliedstaaten vereinbart wurden, bieten dafür praktische Orientierung und sollten deshalb Richtschnur unserer Politik sein.

Die letzten zwei Jahre meiner Arbeit in unserer Fraktion, zuletzt als deren Vorsitzender, standen daher auch ganz im Zeichen einer solchen politischen Neuausrichtung. Mit vollem Einsatz haben wir erreicht, dass unsere Fraktion heute über eine Reihe von innovativen Instrumenten verfügt, mit denen wir Sozialdemokraten die UN-Nachhaltigkeitsziele in unserer Arbeit in fast allen Politikbereichen, die das Alltagsleben der Menschen in Europa unmittelbar betreffen, mit Leben erfüllen.
Für mich war es nun Zeit für den nächsten Schritt auf diesem Weg. Mein Ziel ist es, auch die auswärtige Politik der EU, insbesondere die Entwicklungspolitik, in dieses Projekt zu integrieren. Denn ein besseres Europa wird es nur als Teil einer besseren Welt geben können. Ein Großteil meiner Arbeit in den nächsten Jahren wird somit ganz im Zeichen des Kampfes gegen globale Ungleichheiten, des weltweiten Klimaschutzes und der Verteidigung der Werte der Demokratie und der Menschlichkeit in der Welt gelten. Wir wollen, dass alle auf diesem Planeten mit Zuversicht in die Zukunft blicken können.
Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen im Entwicklungsausschuss haben wir viel vor in den kommenden Jahren

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