22. Mai 2009

Neue Jobs durch Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes

 

Gießen. „Bei lokalen Dienstleistungen machen reduzierte Mehrwertsteuersätze Sinn. So könnten neue Märkte erschlossen werden, ohne dass es zu Lohn- oder Sozialdumping kommt. Die Europäische Union hat daher grünes Licht für eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf bis zu 5 Prozent für arbeitsintensive Dienstleistungen vor Ort gegeben“, erklärte der hessische SPD-Europaabgeordnete Dr. Udo Bullmann bei einem Besuch der Firma Faber-Management in Gießen.

Der „Handwerksbetrieb für haushaltsnahe Dienstleistungen“ mit seinen 50 Beschäftigten besteht seit zehn Jahren. „Bei Familien oder Senioren gibt es gerade im Bereich des Haushaltsservice großen Bedarf. Die hohe Mehrwertsteuer schreckt aber viele potentielle Kunden ab“, betonte die gelernte Hauswirtschaftsmeisterin und Chefin des Unternehmens, Elisabeth Faber. Eine Absenkung des Mehrwertsteuerniveaus auf die von der EU genehmigten 5 Prozent könnte hingegen helfen, die Schwarzarbeit zu verringern und geschätzte 100.000 Jobs in Hessen erschließen.

Der Europaabgeordnete Bullmann wies bei seinem Besuch des Dienstleistungsunternehmens auf die schwierige Wirtschafts- und Beschäftigungslage in Europa als Folge der Finanzmarktkrise hin. „Gerade deswegen müssen wir alle verfügbaren Instrumente einsetzen, um qualifizierte Beschäftigung zu fördern. Dafür werden wir auch nach dem 7. Juni in der neuen Legislaturperiode des Europäischen Parlaments eintreten“, so der Sozialdemokrat abschließend.

Bildunterschrift:
Udo Bullmann beim Besuch des Dienstleistungsunternehmen Faber-Management mit Sabine Kippel, Elsbeth Ohlmes und Elisabeth Faber (von links).


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