19. März 2009

Standort Europa: Wohin steuert Opel?

 

Zu diesem Thema veranstaltete die Fraktion der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament gemeinsam mit dem DGB und der IG-Metall am Donnerstag, den 26. März 2009, eine große Informations- und Diskussionsveranstaltung in der Stadthalle Rüsselsheim an der über 200 interessierte Bürgerinnen und Bürger teilnahmen. Mit dabei waren: der Vorsitzende der SPE-Fraktion im Europäischen Parlament, Martin Schulz, der Opel Gesamtbetriebsratsvorsitzende, Klaus Franz, der Bezirksleiter der IG-Metall Frankfurt, Armin Schild, der Wirtschaftsminister von Rheinland-Pfalz, Hendrik Hering, der Oberbürgermeister der Stadt Rüsselsheim, Stefan Gieltowski, die Landtagsabgeordnete und DGB-Regionalvorsitzende, Jutta Steinruck, Bernhard Grunewald vom DGB-Rüsselsheim, sowie der SPD-Europaabgeordnete Udo Bullmann. 

Opel muss gerettet werden

Eine moderne europäische Industriepolitik hat gerade in Zeiten des Strukturwandels den industriellen Kern unserer Volkswirtschaft zu erhalten und zukunftsfest zu machen. Daher muss die Politik ein klares Bekenntnis zur Rettung von Opel abgeben. Dazu gehören auch staatliche Beteiligungen, wenn kurzfristig keine privaten Investoren gefunden werden. Dabei geht es nicht um blindes Subventionieren mit der Gießkanne, sondern um den Erhalt von Zukunftschancen. Denn Opel hat das Zeug zum modernen europäischen Technologiekonzern, in dem die Antriebstechniken von Morgen entwickelt werden. Dass Autos der nächsten Generation möglichst schnell zur Marktreife gelangen, liegt im Interesse von Politik und Gesellschaft und nicht zuletzt auch der unmittelbar Betroffenen: Zulieferer und Familienangehörige mitgerechnet, hängen alleine in Deutschland bis zu einer halben Million Menschen in ihrer Existenz vom Fortbestand Opels ab. Wer da für die eine oder andere marode Bank Milliarden zur Verfügung stellt, darf nicht tatenlos zusehen, wenn die Rettung von qualifizierter Beschäftigung auf dem Spiel steht.


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